Kuschelbärenliebe

Ich bin in einem Zeitalter aufgewachsen, in dem man Kuscheltiere eher in der Einzahl besaß. Mein erster Begleiter, der erst vor ein paar Jahren in meine Hände zurückkehrte, ist ein Affe.

Ohne Zweifel der Erste unter den Kuscheltieren, da sein einst so hübsches Näschen nicht mehr in seiner früheren Pracht gestaltet ist. Angekaut … abgekaut … von Speichel durchdrungen, die Jahre überdauert hat. Wie auch seine rechte Hand, deren Löcher nun einen Einblick auf das Innenfutter bietet.

Ein über 50 Jahre alter Affe, der war, der ist noch Handwerkarbeit, kam, vielleicht ist dieser Behauptung jenseits der Realität, nie mit einer Maschine in Berührung. So stelle ich es mir vor und so bleibt es in mir erhalten. Die Hand, durch Nadelstich und Faden in einzelne Finger angedeutet und gerundet. Einfach gelöst, aber charmant. Genauso sind die Füße gestaltet.

Ein Begleiter, zu einer so frühen Zeit, dessen Erinnerung nicht bewußt in die Kindheit gelangt. Mein Gedächtnis verweigerte die Aufbewahrung solch kostbarer Momente und Baby-Präsenz. So wußte ich schon, er ist meins … jedoch die starke Herzensbindung fehlte.

Ganz anders als beim Bär, dessen Zustand außergewöhnlich gut ist. Es fehlt ihm an nichts, was einen stattlichen Kuschelbär kleiden sollte. Die bewußte Erinnerung an ihn und gemeinsamen Erlebnissen ist noch da. Und auch das Wissen, er kann schon seit langer Zeit nicht mehr mehr brummen !

Dabei liebte ich es so auf diese harte Stelle im inneren Bauchbereich zu drücken und dem bärenähnlichen Klang zu lauschen. Gut, vielleicht habe ich es auch ein bischen übertrieben und drückte auf diese magische Stelle, in suchthaften Anwandlungen, ganz ganz viele mehrere Mal. Ich weiß noch, es brummte ein bischen mechanisch.

Aber als Kind, kann man sich in jede Situation und in das Spiel so hineinversetzen, daß man das Vorgestellte, hört, sieht und riecht. Diese magische Welt ploppt plötzlich auf. Dessen Zugang dem Erwachsenen meist verwehrt ist, da er die Logik, das wissenschaftliche und rationale Denken, spätestens in der weiterführenden Schule, überhöht hat. Auf ein Scheffelchen gestellt hat !

Doch, wenn sich das Bewusstsein erhöht und die Lust wieder aufsteigt in diese Welten einzutauchen, ist alles möglich. Es könnte sich auch positiv auf die Lebenslust auswirken, auf das einfach sein und genießen.

UM DAS ging es „übrigens“ einmal. Leben um Freude zu haben, zu genießen, zu lachen, zu sein in dem Moment in dem man gerade ist, mit seiner ganzen bewussten Präsenz. Sich von der Überdominanz materiellen Seins abzuwenden.

Und zum Ausklang noch: diese Erinnerung an den Kuschelbären wurde, so könnte man es vermuten, auf kleine, mehrfarbige, Fruchtgummi-Bärchen übertragen. Dessen Name weltwelt bekannt ist … und die man heute auch mit natürlichen Ingredienzien genießen kann ! Bon appetit ! 🙂

P.S. Verzeiht mir, daß ich den Zugang zu dem echten Bären verwehre. Es hat sich aber ein würdiger Stellvertreter, freundlicherweise, eingefunden !

Prosa

Verfasst von

Herausfordernde Ereignisse im Leben eignen sich im besonderen Maße, um sich auf den Weg zu sich selbst auf-zu-machen. So war es bei mir vor 25 Jahren. Ich möchte all das nicht mehr missen, was ich erforscht, entdeckt und gefunden habe. Und jetzt, mitten auf dem Weg, eine tiefe Verbindung zu meinem wahren Sein habe. Mich selbst spüre und energetisch ausgleichen kann. Und so immer wieder oder länger in einen tiefen Frieden komme. Einfach bin ... und gleichzeitig zur bewußten Schöpferin meines Lebens werde !

2 Kommentare zu „Kuschelbärenliebe

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s