Wahrheit – Wolfdietrich Schnurre

Ich war vierzehn, da sah ich,
im Holunder aß eine Amsel
von den Beeren der Dolde.

Gesättigt flog sie zur Mauer
und strich sich an dem Gestein
einen Samen vom Schnabel.

Ich war vierzig, da sah ich,
auf der geborstenen Betonschicht
wuchs ein Holunder. Die Wurzeln

hatten die Mauer gesprengt.
Ein Riss klaffte in ihr,
bequem zu durchschreiten.

Mit splitterndem Mörtel
schrieb ich daneben: „Die Tat
einer Amsel.“


Gedicht in gelesener Form unter:

https://www.deutschelyrik.de/wahrheit.html

Was wir Menschen alles bewirken könnten …

Verfasst von

Herausfordernde Ereignisse im Leben eignen sich im besonderen Maße, um sich auf den Weg zu sich selbst auf-zu-machen. So war es bei mir vor 25 Jahren. Ich möchte all das nicht mehr missen, was ich erforscht, entdeckt und gefunden habe. Und jetzt, mitten auf dem Weg, eine tiefe Verbindung zu meinem wahren Sein habe. Mich selbst spüre und energetisch ausgleichen kann. Und so immer wieder oder länger in einen tiefen Frieden komme. Einfach bin ... und gleichzeitig zur bewußten Schöpferin meines Lebens werde !

3 Kommentare zu „Wahrheit – Wolfdietrich Schnurre

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