Schottische Hochlandrinder

Die Talaue, inklusive Talauepark und Talauesee, liegt direkt am RemstalRadweg. Und bietet für Kunstinteressierte den Talaue Kunstweg einschließlich einer Kunstlichtung, mitten in der Natur, zum Entdecken an. Ein begehbares Flachwasserbiotop ist dort auch zu finden und das Bieneninformationshaus Alvarium. In der Nähe befindet sich die kleine und große Erleninsel, die von der Rems umfloßen wird. Dort kann man sich am Remsstrand gemütlich machen und auch planschen.

Was mir an dem Park so gefällt ist, daß er so weitläufig angelegt ist. Er nimmt eine deutlich größere Fläche als die Altstadt Waiblingen ein. So daß es viele Ruheoasen, ohne Verkehrsgeräusche und Menschendichte gibt, wo man sich zurückziehen, verweilen und hinlegen kann. Auf der Fläche verteilt sind geschwungene Holzliegen, auf denen man sich ausruhen kann. Oder natürlich direkt auf dem Gras. Die Schutzräume für die Natur und Tiere sind umzäunt, so daß auch diese ihren geschützten Bereich haben.

Ich kann dort viele Stunden verbringen und absolut in meine innere Ruhe kommen. Und Insekten, Schmetterlinge und Vögel beobachten. Mehr davon in weiteren Beiträgen.

Und zum Talauepark gehören auch vier schottische Hochlandrinder:

Waiblingen – Suchen muss man sie nicht. Es reicht, einfach den kräftigen Muh-Rufen zu folgen, dann steht man schon vor ihnen: Lisa, Leni, Jule und Mia. Das sind vier schottische Hochlandrinder mitten in Waiblingen. Lisa, mit ihren 19 Jahren die Älteste in der Runde, ist an diesem Morgen etwas widerspenstig. Sie und ihre drei Artgenossinnen sollen die Weide wechseln, weil sie das Gras auf der einen Wiese fast vollständig aufgefressen haben. Doch für diesen Umzug muss Lisa nicht nur einmal den Spazierweg in dem Landschaftspark Talaue queren, sondern auch noch einen Bachlauf überwinden, welcher gerade einer Schlammgrube ähnelt. Obwohl ihr drei Männer gut zureden, sie tätscheln und mit trockenem Brot anlocken, dreht sie immer wieder kurz vor dem Bachlauf um.

Manche schauen täglich bei den Rindern vorbei

Ob sie Angst habe? Vielleicht auch einfach keine Lust, meint Björn Thoröe. Der Agraringenieur kümmert sich seit fünf Jahren um die schottischen Tiere in der Talaue. Eigentlich hat der 46-Jährige einen Hof für Pensionspferde in Remshalden. Doch weil er bereits in der Vergangenheit mehrere größere Flächen für die Stadt Waiblingen bewirtschaftet hatte, wurde er von der Stadt gefragt, ob er nicht die Rinder auch noch übernehmen könne.

Seitdem kommt er so gut wie täglich in die Talaue und kontrolliert, ob bei den Tieren alles in Ordnung ist. Bei diesen Besuchen steht Thoröe quasi permanent unter Beobachtung. An diesem Morgen schaut ihm ein kleines Mädchen mit Fahrradhelm zu, ein älteres Pärchen sowie eine Seniorin namens Maria, die seit mehreren Jahren täglich mit ihrem Rollator sowie einem Bund Karotten zu „ihren Kühen“ rollt, wie sie erzählt.

Spätestens bei der Remstal-Gartenschau im vergangenen Jahr habe man gemerkt, dass die Rinder die unangefochtene Lieblingsattraktion in der Talaue seien, sagt Björn Thoröe: „Da wurden für sehr viel Geld viele tolle Projekte umgesetzt. Aber die meisten Besucher standen hier.“ Wenn er bei den Rindern sei, werde er auch jedes Mal angesprochen: „Die Leute wollen alles wissen: was die Rinder essen, wo die schlafen, ob das Yaks sind. Für Menschen aus der Stadt, die kaum Kontakt zu Rindern haben, ist das etwas Besonderes.“

Die Rinder dienen als Rasenmäher

Dass in der Talaue und am Schüttelgraben in Waiblingen schottische Rinder weiden, geht auf eine Initiative des Naturschutzbunds (Nabu) vor etwa 20 Jahren zurück. Die Stadt Waiblingen ließ sich damals auf das Experiment ein, die Fläche in der Nähe des Hallenbads und der B 14 möglichst naturnah zu nutzen. Die Rinder sind so etwas wie ein umweltfreundlicher und kostengünstiger Rasenmäher. Zugleich wird die Artenvielfalt der Wiesen in der Talaue bewahrt, ohne dass alles zuwuchert. „Je nachdem wie viel es geregnet hat und die Vegetation ist, wechseln die Rinder alle sechs bis acht Wochen die Weide“, erläutert Björn Thoröe.

Einfach ist diese Tierhaltung mitten in der Stadt aber nicht immer: „Manchmal kaufen die Jugendlichen, die da drüben skaten, Tortenböden und werfen die dann zu den Rindern rein“, berichtet Björn Thoröe und zeigt auf den benachbarten Skaterpool. In dem Moment findet er eine leere Bierflasche im Gehege seiner Rinder, seufzend wirft er sie hinaus. Zum Glück sind die vier Schottinnen sehr robust: Sie bleiben auch das ganze Jahr über draußen, nur bei Sturm oder Starkregen suchen sie Schutz in einem hölzernen Unterstand.

https://www.stuttgart-tourist.de/nah-statt-fern/talaue-in-waiblingen

Fotografie

Verfasst von

Herausfordernde Ereignisse im Leben eignen sich im besonderen Maße, um sich auf den Weg zu sich selbst auf-zu-machen. So war es bei mir vor 25 Jahren. Ich möchte all das nicht mehr missen, was ich erforscht, entdeckt und gefunden habe. Und jetzt, mitten auf dem Weg, eine tiefe Verbindung zu meinem wahren Sein habe. Mich selbst spüre und energetisch ausgleichen kann. Und so immer wieder oder länger in einen tiefen Frieden komme. Einfach bin ... und gleichzeitig zur bewußten Schöpferin meines Lebens werde !

5 Kommentare zu „Schottische Hochlandrinder

    1. Da hast du recht ! Gerade bin ich durch den Stuttgarter Rosensteinpark gelaufen. Oh jehh, der ist frequentiert, das macht keinen Spaß … Radrenner, Jogger, viele Spaziergänger. Energetisch für mich sehr anstrengend. Dann fahr ich doch lieber 10 Minuten nach Waiblingen !

      Gefällt 1 Person

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