Gelebte Gemeinschaft in Stuttgart – Eindrücke Elli (1)

Bärenschlössle Stuttgart

Wir kennen uns erst seit 5 Wochen. Sind angewachsen auf eine Gruppe von 20 Menschen. Kommen aus verschiedenen Gruppen, auch außerhalb der Engelsberg-Gruppe in telegram. Und treffen uns, in unterschiedlicher Besetzung, oft in einer größeren Gruppe. Aber auch in Kleingruppen und einzeln.

Und sind uns, in dieser Zeit, sehr nahe gekommen. Vertrauen uns, ganz offen, Persönliches an: Was uns bewegt … uns belastet … uns Freude macht … wir anstreben. Empfinden uns als Gleichgesinnte, sind aber trotzdem ganz unterschiedliche Persönlichkeiten. Lassen uns aufeinander ein. Lernen den anderen so anzunehmen, wie er ist. Mit dem Hintergrund, daß einige von uns, Zeit ihres Lebens, anders waren als die anderen. Als die Menschen, die sich oft, beginnend in der Schule, in größeren Gruppen, gesammelt haben. Und eher die modernen Interessen der Gesellschaft inkl. Urlaub, Fußball, Kultur, Essen gehen, Karriere, Konsum, … lebten. Die jetzt, ihre alte Normalität dauerhaft wiederhaben möchten.

Wir tummeln uns in einem Altersgemisch von circa 40 Jahren – 70 Jahren. Viele von uns brauchen neue Freunde. Die „Alten“, von denen wir uns oft schon innerlich wegentwickelt haben, sind weggebrochen. Auf Distanz gegangen. Wir konnten in ihrer Gegenwart „nicht wir sein“. Und das leben und aussprechen, was wir wahrnehmen, was uns wichtig ist.

Einige von uns haben keinen Kontakt mehr zur Familie. Sie haben sich von diesen, als Nichtgeimpfte, abgewendet. Das reichte als Grund aus.

Es gibt Mütter, die ihre Kinder, als Freigeister auferzogen haben. Ihnen beigebracht haben Dinge zu hinterfragen. Sie gestärkt haben, in ihrem sprachlichen Ausdruck, Ihrer Unabhängigkeit, ihrem Eigenwillen, ihrem Selbstbewusstsein. Die ihre schlummernden Interessen und Neigungen, kreativer, musikalischer …, Art, unterstützt haben. Die den Eindruck hatten, ihre Kinder sind gefestigt.

Nun sind sie im späten Jugendalter oder frühen Erwachsenenalter gekippt und haben sich impfen lassen. Manchmal war ein Einflußfaktor der andere Elternteil, der Freundeskreis oder die Hochschule. Die Mütter sind gefühlsmäßig schwer getroffen. Fragen sich warum, wofür habe ich das alles für meine Kinder getan ? Und sie lernen ihren Schmerz loszulassen, damit umzugehen und es anzunehmen. Und begreifen diesen Schritt ihres Kindes letztendlich als zur Eigenverantwortung jedes Menschen gehörend.

Wir lernen uns näher kennen, mit unseren persönlichen Eigen-arten und den noch nicht gelösten Anteilen des Päckchens, das jeder von uns mit sich trägt. Das kann auch nur in der Rolle des Beobachters geschehen. Dies kann Entwicklungsimpulse setzen, da es Momente im Gespräch gibt, wo wir wissen, da ist jetzt ein Bedarf zu reagieren. „Sich nicht wegzuducken“. Und mit offenem Herzen und trotzdem klar und sachlich, dies zu benennen, was wir z.B. als Grenzverletzung empfinden.

Wir sind aufmerksam, daß der Geist der Spaltung nicht durch unsere Gruppe geht.

Und freuen uns in diesen verschiedenen Gruppen, in denen wir weilen, Menschen zu finden, die ähnliche Interessen und Haltungen haben. Und wir diese, auch einzeln und in der Kleingruppe leben können.

Wir fühlen uns alle mit der Natur verbunden. Jeder auf seine Art, in unterschiedlicher Intensität und Ausdruck. Machen Kräuterwanderungen zusammen, meditieren, feierten das Sonnenwendefest zusammen. Gehen zu zweit spazieren … wandern. Durch eine Lieblingsgegend des anderen: Streifen durch den Wald … die Gärten … über die Weinberge hinweg ins Tal. Und teilen nebenher die gelebten Interessen und das angesammelte Wissen. Tauchen, wechselseitig ein, in die Welt des anderen. Lassen es zu. Und oft berührt es uns. Und setzt wieder eigenständig Impulse.

Für mich ist es wunderschön und bis jetzt, „krieg ich noch nicht genug davon“, neue Menschen kennenzulernen. Mich auf sie einzulassen, sie zu erspüren, auch ihre Grenzen, miteinander zu lachen, gemeinsam Erkenntnisprozesse durchzulaufen und auch daran persönlich zu wachsen.

Die Möglichkeit, über die Engelsberg-Gruppen, Gleichgesinnte zu finden, ist für jeden, der das Bedürfnis danach hat, wunderbar. Je nachdem, wo ihr wohnt, könnt ihr über die Bundesländergruppen, die Regionalgruppen finden bzw. sie selbst gründen. Über diese Kanäle kann man sich vernetzen und sich schnell, ohne sich im Digitalen zu verlieren, mit Menschen in der Nähe treffen. Es werden regelmäßig, meist über die Admin’s (Ersteller des jeweiligen Kanals: gewisse organisatorische und „Hüter“funktion), Termine für Treffen gemacht werden. Und eigenständig von den Mitgliedern, bei auftauchenden Ideen, Termine für gewisse Aktivitäten, angeboten.

https://t.me/engelsburggemeinschaft/1284

Gemeinschaft

Verfasst von

Herausfordernde Ereignisse im Leben eignen sich im besonderen Maße, um sich auf den Weg zu sich selbst auf-zu-machen. So war es bei mir vor 25 Jahren. Ich möchte all das nicht mehr missen, was ich erforscht, entdeckt und gefunden habe. Und jetzt, mitten auf dem Weg, eine tiefe Verbindung zu meinem wahren Sein habe. Mich selbst spüre und energetisch ausgleichen kann. Und so immer wieder oder länger in einen tiefen Frieden komme. Einfach bin ... und gleichzeitig zur bewußten Schöpferin meines Lebens werde !

7 Kommentare zu „Gelebte Gemeinschaft in Stuttgart – Eindrücke Elli (1)

  1. Das hier gerade zu lesen, liebe Elli,
    freut mich aus tiefstem Herzen..
    Alles was zusammen gehört, das findet sich…😊
    Hab(t) eine wunder- und freudvolle Zeit…
    Ganz liebe Grüße von mir zu dir…
    Elke

    Gefällt 1 Person

    1. Dankeschön, Maren ! Der Wunsch, der an den Rauhnächten dem Feuer übergeben wurde, ist in Er-füllung gegangen … 🙂 Habe es aber auch noch auf andere Art und Weise visualisiert. Und war offen, als sich die Gelegenheit dazu ergab …

      Gefällt 1 Person

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