Gelebte Gemeinschaft in Stuttgart – Eindrücke Elli Juli (2)

Vor zwei Monaten trafen wir uns das erste Mal in einem Park. Aus einem sich schnell verbunden fühlen, entstand in diesem Zeitraum, eine große Vertrautheit und Vertrauen zueinander. Eine Nähe als wenn wir uns schon viel länger kennen würden. Wir sehen uns weiterhin ein- bis dreimal die Woche, was parallel zu den Terminen, die wir sonst noch haben, uns zeitlich immer wieder an unsere Grenze bringt. Und auch ab und zu, zu kurzfristigen Absagen führt, weil es demjenigen „gerade zu viel ist“ oder er körperlich erschöpft ist. Alles ist im Wandel und die Aktivitäten, die wir zusammen gestalten, unterliegen auch diesem Prinzip. Es kommen vereinzelt noch „Neuevon außen dazu. Meist mischen sich aber getrennte Gruppen untereinander.

Ich treffe mich nun verstärkt mit einzelenen Menschen, um diese Beziehungen zu vertiefen. Aber auch meine Themen leben zu können. Jeder bringt seine Fähigkeiten und Talente mit ein und Dinge, die er praktisch umsetzen möchte. Bei mir ist das gerade Energiearbeit beim anderen: Chakren harmonisieren. Sich gegenseitig Gutes tun: Oft im Tauschhandel. Das kann auch beinhalten dem anderen die Haare schneiden, weil man es, ohne reguläre Ausbildung, gelernt hat und einfach gut kann ! 😉 Eine Parallelwelt zu der Noch-Gesellschaft wird so aufgebaut.

Das Vertrauen untereinander, zeigt sich auch in unseren Gesprächsrunden in der Gruppe, die circa 7 – 10 Menschen umfasst. Eine gewisse Struktur wird jetzt integriert. Ein Element davon ist daß z.B. jeder in der Runde für 5 Minuten die Möglichkeit hat zu erzählen:

Wie geht es mir ? Was ist gerade mein Thema ? Welche Herausforderungen begegne ich ? Welche Ideen möchte ich in diese Gemeinschaft einbringen und vielleicht umsetzen ? Welche Visionen hat der Einzelne und welche davon können wir in der Gruppe bündeln und wann umsetzen ? Als Beispiel: Jetzt schon eine Gemeinschaft zu gründen, sehen wir nicht als den optimalen Zeitpunkt an.

Was mich beim Austausch sehr berührt, ist der liebevolle, achtsame und wertschätzende Umgang miteinander. Mit der Person, die sich gerade vertrauensvoll und emotional öffnet. Sie erfährt in diesem Zeitraum ungeteilte Aufmerksamkeit. Und in ausgesprochener oder unausgesprochener Form, daß alles so gut ist, so wie es ist, mit der Botschaft: Wir nehmen dich an mit all dem, was du gerade fühlst und so wie du bist. Es baut sich ein hochschwingendes Feld dabei auf. Das uns stärkt, uns Kraft gibt, unterstützt ganz im freudigen Jetzt zu sein.

Wenn jemand zur Zeit sehr in seinen Herausforderungen verstrickt ist, kann es sein, er bekommt von uns Impulse oder Hinweise, die ihm nützlich sein können. Aber allein das sich öffnen und erzählen können, erleichtert ungemein und kann heilend wirken.

Selten erlebe ich es, daß jemand sich nur auf seine Themen bezieht. Und diese der Gruppe ein Stück weit „aufzwingen“ möchte. Und er aus diesem Thema nicht aussteigen möchte. Und dadurch auch die hohe Schwingung absenkt. In einem konkreten Fall waren diese Infos angsterzeugend und der Hintergrund nicht wirklich beeinflußbar. Nachdem sämtliche pragmatisch-lösungsorientierte Möglichkeiten, die man hier durchgehen kann, ausgesprochen waren, hielten wir es für wichtig, demjenigen ein deutliches Stopp zu signalisieren.

Diese 5-Minuten Zeit für jeden, bietet auch den Menschen in der Gruppe, dessen Naturell eher zurückhaltend ist oder die sich nicht so schnell ins lebendige Gespräch einklinken können, die Möglichkeit von sich zu erzählen. Ich erlebe sie oft als sehr gute Zuhörer, die gerne längere Zeit lauschen und das Gehörte in sich wirken lassen. Im Sinne einer Weiterentwicklung, die jeder von uns bedarf, dürfen nach meiner Vorstellung, gewisse herausfordernde Impulse gesetzt werden. Wir möchten eine Kultur leben, in dem es keinen „Führer“ gibt, sondern in der jeder Impulse eingibt, die unser Gruppenleben und Vorhaben prägen.

Wir haben Menschen in der Gruppe, denen es sehr einfach fällt, ihre Dankbarkeit zu äußern und Wertschätzung auszusprechen. Dies verstärkt unsere Haltung und Gesprächskultur zum Positiven hin: „Danke, daß es dich gibt !“ … „Danke, für dieses wundervolle Treffen !“ …

Als wir vor kurzem bei einem Treffen im Garten, zu siebt, zusammensaßen, kam das Thema Vorsorge in der Krisenzeit auf. Wir tauschten uns hinsichtlich unseres unterschiedlichen Vorsorgebedürfnisses und aktuellen Vorratbestandes aus:

Wasser, Essen (Obst und Gemüse in Gläsern, Konserven, Getreide, Nüsse, …). Eine andere Möglichkeit: Gemüse in einer Sandkiste zu lagern und so zu „konservieren“. Jeder von uns hält es, nach seiner persönlichen Vorstellungen, für sinnvoll einen Wasser- bzw. Lebensmittelvorrat anzulegen. Auch hinsichtlich ausfallender oder knapper werdender Ernten (auf den Hintergrund möchte ich nicht eingehen). Bei kürzer oder längeren Stromausfall hat dies ja auch eine Auswirkung auf das Leitungswasser und damit auch auf die Toilette. Ausreichend Kerzen, Teelichter und Feuerzeuge bereit zu haben. Trockentoilette als eine wasser- und stromunabhängige Alternative.

Eine einfache Möglichkeit, wenn die Toilettenspülung nicht funktionieren würde, wäre:

Einen Plastikbeutel (Größe in Abhängigkeit von Toilette) um die Toilette spannen. Mit dem Deckel (oder eigenem Gewicht) zu fixieren. Dem Beutel danach Katzenstreu beifügen um die Geruchsentstehung zu vermindern. Und diesen abschließend zu separieren bzw. zu entsorgen.

An diesem Tag haben wir auch eine Frau kennengelernt, die u.a. Schafe hält. Wir haben uns sehr gefreut eine Einladung von ihr zu bekommen um das Anwesen und die Tiere kennenzulernen: u.a. Schafe, Hühner und Enten. In meinem nächsten Beitrag werde ich euch von diesem Besuch erzählen !

Beitragsfoto: https://www.mein-schoener-garten.de/hanggarten-0

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Gemeinschaft

Vision

Verfasst von

Herausfordernde Ereignisse im Leben eignen sich im besonderen Maße, um sich auf den Weg zu sich selbst auf-zu-machen. So war es bei mir vor 25 Jahren. Ich möchte all das nicht mehr missen, was ich erforscht, entdeckt und gefunden habe. Und jetzt, mitten auf dem Weg, eine tiefe Verbindung zu meinem wahren Sein habe. Mich selbst spüre und energetisch ausgleichen kann. Und so immer wieder oder länger in einen tiefen Frieden komme. Einfach bin ... und gleichzeitig zur bewußten Schöpferin meines Lebens werde !

6 Kommentare zu „Gelebte Gemeinschaft in Stuttgart – Eindrücke Elli Juli (2)

    1. Liebe Monika-Maria, danke für deine Worte. Ich bin sooo dankbar, daß ich diese Menschen gefunden habe. Sie fühlen sich für mich wie eine Familie an. Und es ist so schön, daß sie mehr oder weniger das gleiche wie ich anstreben ! Und immer wieder neue Impulse gesetzt werden. Herzlicher Licht- und Segensgruß, Elli

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