Ein Leben auf Basis der Stresshormone (3)

Auszug aus: „Werde übernatürlich“: Wie gewöhnliche Menschen das Ungewöhnliche erreichen, Dr. Joe Dispenza

Jetzt wollen wir uns genauer anschauen, wie wir irgendwann süchtig nach unseren negativen Emotionen werden – genauer gesagt, nach den sogenannten Stresshormonen. Sobald wir auf eine eventuell bedrohliche Bedingung in der Außenwelt reagieren, sei diese Bedrohung nun real oder eingebildet, setzt der Körper Stresshormone frei und mobilisiert dadurch enorme Energie, um auf die Bedrohung reagieren zu können. Wenn das passiert, gerät der Körper aus dem Gleichgewicht – und genau das ist Stress. Eigentlich ist das eine ganz natürliche und gesunde Reaktion, denn in der Vorzeit wurde dieser chemische Cocktail aus Adrenalin, Cortisol und ähnlichen Hormonen freigesetzt, sobald aus der äußeren Umwelt irgendeine Gefahr drohte, der Mensch beispielsweise von einem Raubtier gejagt wurde und sich entscheiden musste, entweder zu kämpfen, wegzulaufen oder sich zu verstecken.

Im Überlebensmodus werden wir automatisch zu »Materialisten«, definieren also die Realität über die Sinne: was wir sehen, hören, riechen, fühlen und schmecken. Außerdem schränken wir unseren Fokus ein und lenken unsere gesamte Aufmerksamkeit auf die Materie – auf unseren Körper, der in einem bestimmten Raum und einer bestimmten Zeit existiert. Durch die Stresshormone werden wir dazu gebracht, uns voll und ganz auf die Außenwelt zu konzentrieren, denn dort lauert die Gefahr. In der Frühzeit der Menschheit war eine solche Reaktion natürlich eine gute Sache; sie konnte angepasst werden und hielt den Einzelnen am Leben. Sobald die Aufmerksamkeit auf die Ursache gelenkt und die Gefahr vorüber war, sank der Stresshormonpegel, und der Mensch war wieder in Balance.

Heute ist das nicht mehr der Fall. Kaum erhalten wir einen Anruf oder eine E-Mail vom Chef oder einem Familienmitglied, was eine starke emotionale Reaktion wie Ärger, Frust, Furcht, Angst, Trauer, Schuld, Leiden oder Scham in uns auslöst, schalten wir das primitive Kampf-oder-Flucht-Nervensystem ein und reagieren, als ob ein Raubtier hinter uns her wäre. Diese chemische Reaktion bleibt automatisch eingeschaltet, weil die äußere Bedrohung scheinbar nie aufhört. Die meisten Menschen verbringen einen Großteil ihrer Zeit in diesem hoch erregten Zustand; er ist chronisch geworden, als griffe das Raubtier da draußen in der Wildnis nicht nur ab und zu Zähne fletschend an, sondern lebte in derselben Höhle wie wir – beispielsweise die Kollegin, die direkt neben uns arbeitet und eine richtige »Giftspritze« ist.

Eine solche chronische Stressreaktion lässt sich nicht mehr anpassen, sie ist fehlangepasst. Im Überlebensmodus werden diese Stresshormone wie Adrenalin und Cortisol dauernd durch den Körper gepumpt, und wir bleiben in Alarmbereitschaft, anstatt wieder in Balance zu kommen. Wird dieses Ungleichgewicht über längere Zeit aufrechterhalten, wie das bei Anna (siehe Kapitel 1) der Fall war, steuern wir auf Krankheit zu, denn durch Langzeitstress wird die gesunde Genexpression herunterreguliert. Der Körper wird so auf diesen chemischen Ansturm konditioniert, dass er süchtig danach wird und ein starkes Verlangen danach hat. In diesem Modus ist das Gehirn überwach und übererregt in dem Versuch, unsere Überlebenschancen durch das Vorhersehen, Kontrollieren und Erzwingen dessen, was passiert bzw. passieren soll, zu erhöhen. Und je mehr wir das tun, desto stärker wird die Sucht und desto mehr meinen wir, unser Körper zu sein, der mit seiner Identität und der Umwelt verbunden ist und in der linearen Zeit lebt, denn darauf richten wir unsere gesamte Aufmerksamkeit.

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Bildquelle: Ian Lindsay auf Pixabay

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Der Mensch als Schöpferwesen

Literatur

Wissenschaft

Verfasst von

Herausfordernde Ereignisse im Leben eignen sich im besonderen Maße, um sich auf den Weg zu sich selbst auf-zu-machen. So war es bei mir vor 25 Jahren. Ich möchte all das nicht mehr missen, was ich erforscht, entdeckt und gefunden habe. Und jetzt, mitten auf dem Weg, eine tiefe Verbindung zu meinem wahren Sein habe. Mich selbst spüre und energetisch ausgleichen kann. Und so immer wieder oder länger in einen tiefen Frieden komme. Einfach bin ... und gleichzeitig zur bewußten Schöpferin meines Lebens werde !

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