Im Jetzt sein (1)

Auszug aus: „Werde übernatürlich“: Wie gewöhnliche Menschen das Ungewöhnliche erreichen, Dr. Joe Dispenza

Dr. Joe Dispenza, Mediziner, Wissenschaftler und ein moderner Mystiker, bringt Informationen mit einer Vision zusammen, die über die Grenzen einzelner wissenschaftlicher Disziplinen hinausgeht. Er schöpft sein Wissen aus diversen grundsoliden wissenschaftlichen Gebieten wie der Epigenetik, der Molekularbiologie, Neurokardiologie und Quantenphysik.

Möchten Sie in Ihrem Leben Übernatürliches erfahren: Ihren Körper heilen, neue Chancen kreieren, die früher unvorstellbar für Sie waren, und transzendente, mystische Erfahrungen machen? Dann müssen Sie zunächst das Konzept des gegenwärtigen Moments verstehen: das ewige Jetzt.

Heutzutage ist oft davon die Rede, präsent bzw. im Jetzt zu sein. Die meisten Leute verstehen die grundsätzliche Bedeutung dieser Aussage (nämlich nicht über die Zukunft nachzudenken und nicht in der Vergangenheit zu leben). Ich möchte Ihnen jedoch ein komplett anderes Verständnis dieses Konzepts präsentieren. Dazu müssen Sie die physische Welt – auch Ihren Körper, Ihre Identität und Ihre Umwelt – und sogar die Zeit hinter sich lassen und darüber hinausgehen. Dort verwandeln Sie Möglichkeiten in Realität.

Schließlich ist es doch so: Solange Sie die Person, die Sie Ihrer Meinung nach sind, und Ihre konditionierte Überzeugung von der Funktionsweise der Welt nicht hinter sich lassen, können Sie weder ein neues Leben noch ein neues Schicksal erschaffen. Sie müssen also ganz konkret sich selbst aus dem Weg gehen, Ihre erinnerte Identität transzendieren und etwas anderes, etwas Mystisches die Führung übernehmen lassen, was größer ist als Sie. In diesem Kapitel werde ich erklären, wie das geht.

Zunächst wollen wir uns anschauen, wie das Gehirn funktioniert. Wenn Nervengewebe im Gehirn oder Körper aktiviert wird, entsteht Geist. Aus neurowissenschaftlicher Sicht ist Geist also das Gehirn in Aktion. Sie haben beispielsweise einen bestimmten Geist beim Autofahren und einen weiteren, wenn Sie sich duschen, und wieder einen anderen, wenn Sie ein Lied singen oder Musik hören. Bei all diesen komplexen Funktionen nutzen Sie eine bestimmte geistige Ebene, denn all das haben Sie wahrscheinlich schon Tausende Male gemacht; deshalb schaltet sich Ihr Gehirn auf eine ganz bestimmte Weise ein, sooft Sie das tun.

Wenn Ihr Gehirn in Aktion ist, beispielsweise beim Autofahren, schalten Sie in Wirklichkeit eine ganz bestimmte Sequenz, ein Muster oder eine Kombination aus neuronalen Netzen ein. Diese neuronalen Netze sind einfach Neuronencluster, die gemeinschaftlich zusammenarbeiten – so wie ein automatisches Softwareprogramm oder ein Makrobefehl –, weil sie genau das schon so oft gemacht haben. Anders ausgedrückt: Die Neuronen, die zusammen »feuern«, das heißt aktiviert werden, um die jeweilige Aufgabe zu erledigen, »verdrahten« bzw. vernetzen sich immer stärker.

Durch die bewusste Entscheidung, Auto zu fahren, wählen Sie sozusagen automatisch diese Neuronen im Gehirn aus und aktivieren sie, um eine bestimmte mentale Ebene zu kreieren.

Das Gehirn ist zum größten Teil ein Produkt der Vergangenheit. Es wurde zu einer lebenden Aufzeichnung von allem gestaltet und geformt, was Sie bis zu diesem Zeitpunkt in Ihrem Leben gelernt und erfahren haben. Neurowissenschaftlich betrachtet ist Lernen das Zusammenbringen von Neuronen im Gehirn, wodurch sich Tausende von synaptischen Verbindungen bilden, die sich wiederum zu komplexen, dreidimensionalen neuronalen Netzen zusammentun. Ihr Gehirn erhält durch Lernen sozusagen ein Upgrade.

Achten Sie aufmerksam auf Wissen bzw. Informationen, die für Sie einen Sinn ergeben, so hinterlässt die Interaktion mit der Außenwelt biologische Prägungen im Gehirn. Erleben wir etwas Neues, schreiben die Sinne diese Geschichte neurologisch ins Gehirn, und daraufhin tun sich weitere Neuronen zusammen und verstärken die Verbindungen. Dadurch erhält das Gehirn noch ein Upgrade; es wird auf den neuesten Stand gebracht.

Erfahrungen verstärken nicht nur die Schaltkreise im Gehirn, sondern erzeugen auch Emotionen. Wir können uns Emotionen als die chemischen Rückstände vergangener Erfahrungen vorstellen bzw. als chemisches Feedback. Je höher der emotionale Quotient eines Ereignisses im Leben ist, desto langlebiger ist der Eindruck, der sich dem Gehirn einprägt; so entstehen Langzeiterinnerungen. Durch Lernen werden also neue Verbindungen im Gehirn aufgebaut, durch Erinnern werden diese Verbindungen gepflegt.

Je öfter Sie einen Gedanken, eine Entscheidung, ein Verhalten, eine Erfahrung oder eine Emotion wiederholen, desto öfter werden diese Neuronen aktiviert und miteinander vernetzt und desto langlebiger ist ihre Verbindung. Die meisten Erfahrungen beruhen auf der Interaktion mit der Außenwelt. Die Sinne verbinden uns mit der Außenwelt und zeichnen neurologisch die Geschichte im Gehirn auf; erleben wir nun etwas höchst Emotionales – sei es etwas Schlechtes oder etwas Gutes –, wird dieser Moment dem Gehirn neurologisch als Erinnerung eingeprägt.

Wenn eine Erfahrung also unser normales chemisches Empfinden verändert und unsere Aufmerksamkeit verstärkt auf die Ursache für diese Veränderung lenkt, assoziieren wir eine bestimmte Person bzw. eine Sache damit, wo unser Körper zu einem bestimmten Zeitpunkt ist. So entstehen Erinnerungen in Interaktion mit der Außenwelt. Wir können also sagen: Der einzige Ort, an dem die Vergangenheit wirklich existiert, ist das Gehirn – und der Körper.

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Bildquelle: cocoparisienne auf Pixabay

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Gehirnforschung

Der Mensch als Schöpferwesen

Literatur

Verfasst von

Herausfordernde Ereignisse im Leben eignen sich im besonderen Maße, um sich auf den Weg zu sich selbst auf-zu-machen. So war es bei mir vor 25 Jahren. Ich möchte all das nicht mehr missen, was ich erforscht, entdeckt und gefunden habe. Und jetzt, mitten auf dem Weg, eine tiefe Verbindung zu meinem wahren Sein habe. Mich selbst spüre und energetisch ausgleichen kann. Und so immer wieder oder länger in einen tiefen Frieden komme. Einfach bin ... und gleichzeitig zur bewußten Schöpferin meines Lebens werde !

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