Wie aus dem bunten Uhu eine Schneeeule wurde

In einer alten Überlieferung war die Schneeeule zuerst ein bunter Uhu. Dieser wollte aber wegen seiner Vielfarbigkeit nicht mehr der weise Deuter der Artenvielfalt sein. So machte er sich auf, die Farbe des Wissens und der Schöpfung zu suchen. Hoch oben auf einem Berg voller Eis und Schnee begegnete ihm ein weißer Hase, und da er Hunger verspürte, krallte er sich ihn. Da sprach der weiße Hase: „So seid ihr bunten Streugeister – ihr tötet sogar das, worauf ihr euer Überleben findet.“

„Das ist doch logisch“, sagte der Uhu. „Das soll logisch sein ?“, quiekte der Hase ergrauend. „Das ist nicht des Schöpfers Wille.“

„Und was will der Schöpfer ?“, spottete der Uhu.

„Er will, dass alle Lebewesen das Licht des Lebens anbeten und das ist nun mal weiß“, näselte der weiße Hase.

Der Uhu dachte nach und bei seiner Vielfalt des Denkens lockerte sich sein Griff – der Hase konnte fliehen. Nun wurde dem Uhu klar, weiß müsse die Farbe der Klugheit und des Überlebens sein. Also begann er Eis und Schnee zu fressen, legte ein Ei und brütete es bibbernd aus. Dem Ei entschlüpfte tatsächlich ein weißer Uhu.

Der butte Mutteruhu aber wurde immer schwächer und opferte sich als Futter für sein weißes Kind. Als der weiße Uhu größer wurde, traf er auf den weißen Hasen und fragte ihn: „Wer bist du und wer bin ich ?“

Der Hase sagte: „Ich bin ein lichtes Geschöpf Gottes und du auch.“

„Und wie heiße ich ?“, fragte der weiße Uhu.

Der Hase dachte scharf nach und erwiderte dann vorsichtig: „Ich glaube, weil du aus einem Ei geschlüpft bist, musst du Eulanius heißen (geborene und geflügelte Weisheit) – nennen wir dich einfach Schneeeule.“

Befriedigt erhob sich die eule in die Lüfte und flog talwärts, um diese Weisheit in alle Ecken der Welt zu tragen.

Geschichte gefunden in Thalus von Athos – Das Portal, Alf Jasinski, Christa Laib-Jasinski

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Bildquelle: Norbert Knaupp auf pixabay

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Herausfordernde Ereignisse im Leben eignen sich im besonderen Maße, um sich auf den Weg zu sich selbst auf-zu-machen. So war es bei mir vor 25 Jahren. Ich möchte all das nicht mehr missen, was ich erforscht, entdeckt und gefunden habe. Und jetzt, mitten auf dem Weg, eine tiefe Verbindung zu meinem wahren Sein habe. Mich selbst spüre und energetisch ausgleichen kann. Und so immer wieder oder länger in einen tiefen Frieden komme. Einfach bin ... und gleichzeitig zur bewußten Schöpferin meines Lebens werde !

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