Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche/Ostara

Ich bereite mich momentan auf Ostara vor. Habe mir ein Buch über Jahreskreisfeste gekauft und im Internet recherchiert. Unsere Gruppe feiert es in einem wunderschönen Garten in Stuttgart. Es werden über 20 Menschen kommen. Das macht mich sehr glücklich, da ich es für wichtig halte, sich wieder seinem Ursprung zuzuwenden und in seine Schöpferkraft zu kommen.

Und ich werde einige Bräuche, teilsweise bekannt, aber in abgewandelter Form, mit einer ursprünglicheren Ausrichtung, umsetzen. Es gibt immer mehr Menschen, die sich dem Urwedischen (oder keltischen, heidnischen oder germanischen) bewußt zuwenden und leben möchten. Und sich auf die Naturzyklen ausrichtet und an besonderen Tag die Qualität der Zeit für Bräuche nutzt. In diesem Fall das Neuerwachen und die Fruchtbarkeit der Natur und der Tiere würdigt. Und in einfachen Ritualen zum Ausdruck bringt z.B. wir werden an diesem Tag einen Rosmarinstrauch einpflanzen.

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Noch ein paar Worter von Christa Jasinski dazu:

Es ist das Fest der Frühjahrstagundnachtgleiche. Es begann dann, wenn auch in der Natur das neue Wachstumsjahr begann. Die Natur erwachte aus der Winterstarre, nachdem sie vorher mehrere Monate lang ihre Kräfte gebündelt, eingezogen und ruhen gelassen hatte. Wir spüren, wie die Natur sich nun von der Winterstarre löst und damit beginnt, ihre Kräfte wieder zu entfalten, bis sie wieder anfängt, regelrecht zu explodieren.

Es ist eine wunderbare Zeit, die auch auf den Menschen nicht ohne Einfluss ist, denn der Mensch unterliegt den gleichen Gesetzen wie die übrige Natur. Auch wir beginnen wieder aufzublühen und uns der sprießenden Natur mit allen Sinnen hinzugeben. Erfreuen wir uns daran und begrüßen dieses Erwachen mit der freudigen Anteilnahme, wie sie für einen schöpferischen Menschen angemessen ist.

Die Menschen beendeten das alte Jahr mit einer inneren und äußeren Reinigung. Ein Überbleibsel davon ist die Fastenzeit, die wir heute auch noch begehen. Die Menschen legten also bewusst ein paar Fastentage ein und nahmen anschließend die jetzt wieder langsam sprießenden Kräuter und Wildpflanzen zu sich.

In der Nacht zum Frühlingstagesundnachtgleiche zündete man nun kleine Feuer an und sprang anschließend über die Glut. Das Springen übers Feuer diente der energetischen Reinigung des Menschen, denn

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Feuer ist das Element mit der größten Reinigungskraft überhaupt. Den Tag der Tagesundnachtgleiche feierten die Menschen dann gemeinsam. Man schmückte die Häuser, und es gab frisch gebackene Brote und Fladen und frische Salate aus allem, was die Natur bis dahin schon hergab. Es wurde musiziert, getanzt und gesungen. Dieses Fest brachte die ganze Fröhlichkeit der Menschen zum Ausdruck, die nach dem Winter – der ja eher eine in sich gekehrte Zeit war – nun wieder genauso aufblühten wie die sie umgebende Natur.

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Nun folgt meine Recherche:

Nachdem der Winter, als die Zeit der Innenorientierung, zum Nachdenken sowie zur inneren Einkehr gedacht ist, steht der nun anbrechende Frühling für die Außenorientierung.

Die germanische Frühlingsgöttin Ostara, die Menschen früher verehrt haben, versinnbildlicht die Überwindung des Dunklen und das Schaffen von Fülle. Es geht um Gleichgewicht und Wachstum: „Was will ich in meinem Leben wachsen sehen ?“

Deshalb ist Ostara eine gute Zeit, um seine Wünsche zu erfüllen und sich vom Altem zu lösen.

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Die Brezel

Symbol der wiederkehrenden ewigen Erneuerung und altdeutsches Gebäck zur Fastenzeit, war es dem Donar geweiht. Meyers Lexikon führt an, dass sie als heidnisches Gebäck, sog. Heidwecken, 753 verboten wurde.

Donar = Gott des Donners, westgermanischen Ursprungs. Entspricht dem germanischen Gott Thor.

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Der Hase

Der Hase wird als Tier in allen europäischen Traditionen mit Fruchtbarkeit in Verbindung gebracht, ist doch der März seine „Rammelzeit“.

Er war das heilige Tier der Liebesgöttin Aphrodite. Im Jahr 751 verbot Papst Zacharias den Verzehr von Hasenfleisch, weil es wohl eine Gefahr für christliche Keuschheit darstelle.

Aprilis, römische Göttin von Liebe und Tod, ist Namensgeberin des Monats April und eng verwandt mit lat. Aperire, das „öffnen“ bedeutet. Das Banner der keltischen Königin Boudicca trug das Zeichen des Mondhasen.

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Der heilige Mondhase

Der heilige Mondhase ist das Tier der Frühlingsgöttin Ostara. Bei Vollmond ist der „Mondhase“ im Sternenbild zu sehen. Der Hase war für die Menschen früher ein Symbol dafür, dass die Göttin der Morgenröte sich bereits auf dem Weg befindet, um den frostigen Winter endlich zu verbannen. Um Ostara anzukündigen, haben damals die Hasen Eier im Wald vergraben.

Das Christentum nahm also die Idee des Mondhasen und der gefärbten Eier auf – und machte daraus den Osterhasen, der seine bunt bemalten Eier versteckt und diese dann suchen lässt. Während beim kirchlichen Osterfest die Wiederaufstehung Jesu im Mittelpunkt steht, feiert das Jahreskreisfest Ostara das Wiedererwachen der Natur nach den Wintermonaten.

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Der Name Ostara

Der Name „Ostara“ stammt möglicherweise vom lateinischen Wort „Aurora“, was „Morgenröte“ bedeutet. Die Göttin der Morgenröte steht sinnbildlich für das Wiedererwachen der Natur und dem Beginn neuen Lebens. Die Göttin der Fruchtbarkeit und des Ackerbaus bringt Licht, Wärme und Energie in die Welt.

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Das Ei

Das Ei ist das Ursymbol für Fruchtbarkeit, Urzelle allen Seins. Aber auch für die ewige Frage, woher dieses fruchtbare Leben kommt (Henne oder Ei ?) Seine typische Form ohne Anfang und Ende, hält etwas Geheimnisvolles verborgen und beschützt das zerbrechliche Leben. Bis dieses sich aus dem Dunkel heraus ins Licht bricht, ähnlich den Pflanzentrieben aus der harten Schale.

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Die Welt aus dem Ei

Nach einer keltischen Legende hat die Göttin Ostara ein Ei gelegt, das sie viele Jahrtausende lang zwischen ihren Brüsten trug, um es zu wärmen und im Anschluss der Dunkelheit zu übergeben.

Als das reife Ei schließlich aufbrach, ist aus ihm die ganze Welt hervorgegangen: Pflanzen, Gewässer, Tiere und Menschen. Währenddessen ist der Eidotter zur Sonne geworden, die Licht in die Dunkelheit brachte. Die Gabe der Eier – als Sinnbild der Erdenmutter Ostara – stellt demnach ein Ritual dar, das der Geburt der Erde gedenkt.

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Quelle: Ostara. Zeremonien und Brauchtum zu Fasnacht, Ostern und Hohe Maien: Björn Ulrich, Christa Jasinski, Internet

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Bildquelle: Pinterest

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Verfasst von

Herausfordernde Ereignisse im Leben eignen sich im besonderen Maße, um sich auf den Weg zu sich selbst auf-zu-machen. So war es bei mir vor 25 Jahren. Ich möchte all das nicht mehr missen, was ich erforscht, entdeckt und gefunden habe. Und jetzt, mitten auf dem Weg, eine tiefe Verbindung zu meinem wahren Sein habe. Mich selbst spüre und energetisch ausgleichen kann. Und so immer wieder oder länger in einen tiefen Frieden komme. Einfach bin ... und gleichzeitig zur bewußten Schöpferin meines Lebens werde !

2 Kommentare zu „Frühlings-Tag-und-Nachtgleiche/Ostara

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