Das Gewitter – H.J. Breiter

Das Gewitter Mir schien, als ich gen Himmel sah,Ein Ungewitter drohend nah’. Die Luft war schwül und finster, schwerHing über mir ein Wolkenmeer. Schon sah ich bang’ der Blitze Sprüh’n,Der Wolken schwarze Nacht durchzieh’n. Schon hört’ ich, wie des Donners GrollVon Ost nach Westen dröhnend scholl. Und bange schaut’ ich rings umher,Ob nirgends eine Zuflucht […]

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Die Grüne Kristallwelt der Brunnen – Waiblingen

Fotografie Lyrik Der Brunnen Springt ein Brunnen aus der Erde,Spiegelt Himmelblau und Nacht,Und damit er selig werde,Lauscht er, wie er rauscht, erwacht. Mit Entzücken und ErschreckenSieht er aller Lust und Qualleichten Schein in seinem BeckenUnd sich selbst mit seinem Strahl. Aber ewig fließt vom MundeIhm sein Klang und flüchtiges Bild,Weil die Flut in seinem GrundeAus […]

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Wahrheit – Wolfdietrich Schnurre

Ich war vierzehn, da sah ich, im Holunder aß eine Amsel von den Beeren der Dolde. Gesättigt flog sie zur Mauer und strich sich an dem Gestein einen Samen vom Schnabel. Ich war vierzig, da sah ich, auf der geborstenen Betonschicht wuchs ein Holunder. Die Wurzeln hatten die Mauer gesprengt. Ein Riss klaffte in ihr, […]

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FRÜHLINGSVISION MIT GOETHE

Lyrik Labradorveilchen Frühling übers Jahr Das Beet, schon lockert Sich’s in die Höh‘, Da wanken Glöckchen So weiss wie Schnee; Safran entfaltet Gewalt’ge Glut, Smaragden keimt es Und keimt wie Blut. Primeln stolzieren So naseweis, Schalkhafte Veilchen, Versteckt mit Fleiss; Was auch noch alles Da regt und webt, Genug, der Frühling, Er wirkt und lebt. […]

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Feuersalamander – Blick in die Kerzenflamme

Lyrik Prosa feuersalamander ich zünd das Feuer an und warte gespannt ob sie sich gleich zeigen und wieder spielerisch neigen von links nach rechts ihre Energie weben dann nach oben streben plötzlich verharren sich in der Hocke bücken in breiter form mich entzücken dann hochzüngelnd sich wiegen mich fesseln mich tief berühren mein blick ruht […]

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