Lindalie – Rückschau einer Fee

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Lindalie lag inmitten des Blütenstaubs einer ihrer Lieblingsblumen und ließ sich vom Wind hin und herschaukeln. Entgegen ihres sonst fröhlichen und quirligen Naturells erlag sie heute dem Grübeln und Hadern. Sie wohnte hier mit ihren Schwestern inmitten der Natur. Das nächste Dorf lag fünf Meilen weit weg. Über Jahrhunderte hinweg lebten sie und ihre Feenschwestern fernab von der Menschensippe und taten dies bewußt. Was jedoch nicht bedeutete, daß sie gar keinen Kontakt mit ihnen pflegten. In der Zeit der Pferdekutschen ließen die Menschen es noch gemütlicher angehen, als jetzt im 21. Jahrhundert. Und sie liebten, wie auch die Feen, das Singen und das Tanzen. Und so waren die Begegnungen mit ihnen an Festtagen und heißen Sommernächten, erquickender Natur.

Gerne besuchten die Feen zu dieser Zeit die Feste im Dorf. Ließen sich am Rande des Dorfes nieder um der andersartigen Musik zu lauschen. Und ihr eigenes Fest zu feiern. Im Laufe des Spätnachmittags flogen die ortsfernen Feen auf ihren Flugtieren zum Fest ein. Diese waren meist Hummeln, die unter melodischen Brummen ihre Reiterinnen sicher an ihren Bestimmungsort brachten. Zwischen den Feen und ihrer Flughummel lag ein unzerstörbares Band der Liebe, das von beiden Seiten gepflegt wurde. Und welches das Lebensalter der Hummel verhundertfachte. So wurde eine Fee, des öfteren, während ihrer ganzer Lebenszeit, von einer Hummel treu begleitet. Bis auch sie wieder, in ihrer Essenz, von der Mutter Erde aufgenommen wurde. Um aus dem Sein erneuert und gestärkt wieder daraus hervorzugehen und auf der Erde zu wirken.

Sobald die Hummel und Reiterin gelandet waren, wurden sie zum Lavendelfeld begleitet, wo sich die Hummel an den Blüten laben und stärken konnten. Mit Glühwürmchen als Beleuchtung und Zirkadenmusik im Hintergrund wurde die Stimmung immer ausgelassener. Was am Anfang des Abends als ein heiter-fröhliches Fest begann, wurde im Laufe der Nacht, immer wilder und verwegener. Der getrunkene Blütenlikör und der Genuß des süßen Pollenkuchen verstärkte das Urwesen der Feen auf explosive Weise. Der Festort wurde durch die entstehenden Energien auf eine fruchtbare Art beglückt und gesegnet. Schon längst als ausgestorben betrachtete Wildpflanzen und Blumen kamen wieder zaghaft zum Vorschein. Und diese wurden von den Feen des Ortes sorgsam gehegt und gepflegt. Die heilkundigen Kräuterfrauen des Dorfes, die von den Feen eingeweiht waren, waren gerne als stille Beobachter des Festes gesehen.

Und jederzeit durften Kinder an den Festaktivitäten teilnehmen. Wurden in diese Gemeinschaft aufgenommen und tanzten im inneren Kreis der Feen und sangen mit. So konnten die Feen diesen Anlaß nutzen, um die dafür berufenen Menschenkinder zu initieren. Als Wandlerinnen zwischen der Menschen- und der Feenwelt. Und so nicht nur als Kind, sondern auch als Erwachsener Feen und Naturwesen wahrnehmen zu können. Sich mit den Naturelementen zu verbinden. Und ein großes Wissen um die Heilkräuter, im Laufe ihres Lebens, sammeln zu können. Die Naturgesetze zu lernen und zu achten. Ein offenes Ohr für die Angelegenheiten der Feen zu haben. Und diese Stimme in der Menschengemeinschaft zu vertreten. Und ein Auge darauf zu haben, daß die Wohnorte der Feen und auch die lebenskraftspendenden Leylinien, nicht durch Bauvorhaben beinträchtigt wurden. Dies wurde über viele Jahrhunderte so umgesetzt und gewahrt bis …

© Elli (Elke Strohmaier)

Bildquelle: Pinterest

Verfasst von

Herausfordernde Ereignisse im Leben eignen sich im besonderen Maße, um sich auf den Weg zu sich selbst auf-zu-machen. So war es bei mir vor 25 Jahren. Ich möchte all das nicht mehr missen, was ich erforscht, entdeckt und gefunden habe. Und jetzt, mitten auf dem Weg, eine tiefe Verbindung zu meinem wahren Sein habe. Mich selbst spüre und energetisch ausgleichen kann. Und so immer wieder oder länger in einen tiefen Frieden komme. Einfach bin ... und gleichzeitig zur bewußten Schöpferin meines Lebens werde !

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