Wie aus einer anderen Welt sehen die Blüten aus, die Craig Burrows fotografiert. Doch hinter den Aufnahmen steckt kein großer Zauber, sondern ein einfacher Licht-Trick.
Ein bisschen sehen die Blüten aus, als wären sie in der Avatar-Kinowelt herangewachsen. Doch weit gefehlt. Diese Pflanzen gewinnen ihr Leuchten nicht durch Computeranimation, sondern durch eine besondere Art der Fotografie.
Der 29-Jährige Fotograf Craig Burrows inszeniert Pflanzen mit einer Technik namens „ultraviolet-induced visible fluorescence (UVIVF)“, übersetzt „ultraviolet-induzierte sichtbare Fluoreszenz“.
Er bestrahlt die Pflanzen mit intensivem UV-Licht und bringt dadurch ihre fluoreszierenden Bestandteile zum Leuchten.
Craig Burrows nutzt LED-Licht mit einer Wellenlänge von 365 Nanometern. Das entspricht dem schwachen ultravioletten Spektrum. Die Pflanzen absorbieren das kurzwellige Licht und reflektieren anschließend langwelligere Strahlen, die für das menschliche Auge sichtbar sind. Sie kann Burrows mit seiner Kamera einfangen.
Auch in der Wissenschaft wird die Fähigkeit einiger Pflanzenbestandteile zur Fluoreszenz genutzt. So wird etwa das Blattgrün (Chlorophyll) in den Blättern von Pflanzen durch Licht angeregt und gibt Licht mit geringerer Wellenlänge ab. Auf diese Weise lässt sich ermitteln, wie intensiv eine Pflanze Fotosynthese betreibt.
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Quelle: https://www.spiegel.de/fotostrecke/fluoreszierende-pflanzen-bluetenzauber-fotostrecke-146997.html
Fotograf: Craig Burrows
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