Was sind Archonten ? – Christa Jasinski – Urmächte erkennen und nutzen (2)

Was sind Archonten ? Die Darstellungen dazu sind sehr vielfältig und oft relativ einseitig und noch dazu ausgesprochen widersprüchlich. Generell werden sie als der Ausbund des Bösen angesehen. Doch was ist ein Archont wirklich ? Schauen wir uns einmal an, woher die Bezeichnung Archont kommt:

Archont oder Archè (altgriechisch für Anfang, Prinzip, Ursprung) ist in der antiken Philosophie ein Begriff, der Grund und das Prinzip des Seienden oder Erkennens.

Nach C.G. Jung ist ein Arche-typ (Archont) eines der ererbten, im kollektiven Unbewussten bereitliegenden, urtümlichen Bilder, die Gestaltung (vor)menschlicher Grunderfahrungen sind und zusammen die genetische Grundlage der Persönlichkeitsstruktur repräsentieren. Jetzt könnte man sagen, dass Archont und Archetyp nicht das Gleiche seien. Doch die Namensgleichheit und auch die Darstellungen der antiken Philosophie lassen eher darauf schließen, dass mit beiden Bezeichnung das Gleiche gemeint ist.

Das Wort Archont für die Ursprungswesenheit gab es schon sehr lange vor der Bezeichnung Archetyp. Diese Bezeichnung hat C.G. Jung verwendet, und sie wurde danach von der Psychologie übernommen. Doch die heutige Psychologie versteht darunter wieder etwas anderes als C.G. Jung.

In der griechischen Antike wurde der Begriff Archonten eine Zeit lang auch für die weltlichen Herrschenden benutzt, was aber nicht der ursprünglichen Bedeutung entspricht. Die Nag-Hammadi-Übersetzungen stellen die Archonten zuerst einmal ganz neutral als „Mächte“ dar.

Doch wenn all diese alten Schriften die Archontenkräfte als ursprünglich neutral darstellen, warum werden Archonten in der esoterischen Literatur in der Regel als etwas böses dargestellt ? Um das zu beleuchten müssen wir tiefer in die Materie eindringen.

Dazu ein Zitat aus „Gnosis – das Buch der verborgenen Evangelien“: „(…) weil du wegen des Wesens der Mächte anfragst: Nun, ihr Großer ist blind (1). In seiner Kraft und doch Unwissenheit und Überheblichkeit sprach er: Ich bin Gott, es gibt keinen neben mir ! Dies gesagt, hatte er sich gegen das Universum schuldig gemacht. Dieses Wort aber gelangte hinauf in die Unvergänglichkeit. Und da, es kam eine Stimme aus der Unvergänglichkeit herab: Du irrst, Samael (geblendeter Gott) ! Da warf er seine Kraft weg ! Und er verfolgte sie bis hinab zum Chaos und der Unterwelt.“

(1) Ich halte diese Übersetzung für falsch – meiner Ansicht nach heißt es statt blind, geblendet, weil das Licht Luzifers blendet, wenn man es von der Gesamtenergie trennt. Der Archont, der bei der Erhöhung Luzifers entsteht, heißt Samael, was so viel wie geblendeter Gott bedeutet oder auch blendender Gott. Und mit „ihr Großer“ ist der geblendete und auch blendende Sohn Luzifers, Samuel, gemeint.

Dieser Abschnitt aus den Nag-Hammadi-Schriften erklärt was passiert, wenn man eine ursprüngliche neutrale Energie innerhalb der polaren Materie trennt. Es entstehen zwei von der Ursprungswesenheit abgetrennte Wesenheiten: eine überhöhte, blendende Wesenheit und eine Wesenheit, der von der Ursprungsenergie nur noch die Kraft geblieben ist: Da warf er seine Kraft weg ! Im Falle Luzifers sind diese beiden Seiten Samael und Satan. Diese beiden Wesenheiten „fallen“ dadurch ins Chaos bzw. in die „Unterwelt“.

Laut den gnostischen Schriften schuf der oberste Schöpfergott das androgyne Seinsprinzip als Impuls zur Gebärung zweier Götter, die der Materialisierung der Schöpfung dienen. Damit sind Sophia (Weisheit) und Luzifer (Lichtbringer) gemeint – zwei Gottesaspekte, die nötig sind, um Materie als Gefäß für den Geist zu formen.

Man sagt, Luzifer sei überheblich, spiegele Gott in seiner Herrlichkeit und könne nicht den absoluten Glanz darstellen – und man sagt, die Weisheit sei die rechte Liebe zum wahren Gottesverständnis. Vom Ursprung her ist Luzifer jedoch neutral. Erst durch die Trennung der beiden Pole, die zum Fall aus der Polarität in die Dualität führten, entstand ein „Gott“, der eifersüchtig darüber wacht, dass wir keine weiteren Götter neben ihm haben: Samael ! Nicht Luzifer ist gefallen, sondern seine polaren Seiten Samael und Satan. Und es sind die Menschen, die die Kraft haben, diese beiden Seiten wieder zu einen.

In einer Rosenkreuzerschrift aus dem 17. Jahrhundert heißt es denn auch:

„Die Menschen sind von der obersten Priorität dazu auserkoren, Luzifer wieder ins wahre lichte Heil zu führen. Dazu muss der Mensch jedoch erst den Sohn Luzifers, Satan, und alle dessen Dämonen außer Kraft setzen.“

Diesen Schriften zufolge sind die Engel Sophia-Wesenheiten, die den Menschen dabei unterstützen, Luzifer wieder ins Heil zu führen.

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Quelle: Äonen und Archonten: Urmächte erkennen und nutzen Christa Jasinski

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Bildquelle: Gerd Altmann auf pixabay

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wedisches Wissen

Der Mensch als Schöpferwesen

Christa Jasinski

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Verfasst von

Herausfordernde Ereignisse im Leben eignen sich im besonderen Maße, um sich auf den Weg zu sich selbst auf-zu-machen. So war es bei mir vor 25 Jahren. Ich möchte all das nicht mehr missen, was ich erforscht, entdeckt und gefunden habe. Und jetzt, mitten auf dem Weg, eine tiefe Verbindung zu meinem wahren Sein habe. Mich selbst spüre und energetisch ausgleichen kann. Und so immer wieder oder länger in einen tiefen Frieden komme. Einfach bin ... und gleichzeitig zur bewußten Schöpferin meines Lebens werde !

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