Vom Wesen der Liebe

Christa Jasinskis Gedanken zum Wesen der Liebe:

Wir sprechen ständig von der Liebe. Fragt man jedoch, was die Menschen unter Liebe verstehen, dann kommen dabei völlig unterschiedliche Aussagen heraus. Viele Menschen setzen Liebe mit dem Gefühl gleich, das Liebe erzeugt. Die Liebe selber ist kein Gefühl – sie erzeugt jedoch Gefühle, wie so vieles im Leben, das wir erfahren.

Liebe steht über allem, ohne Liebe ist nichts wirklich und wir sollten sie täglich schenken – nicht nur den Menschen, auch der Natur.

In der Bergpredigt sagt Jesus über die Liebe:

„Ihr wisst auch, dass es heißt: ‚Liebe alle, die dir nahe stehen, und hasse alle, die dir als Feinde gegenüber stehen.‘ Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen. So erweist ihr euch als Kinder eures Vaters im Himmel. Denn er lässt die Sonne scheinen auf böse wie auf gute Menschen, und er lässt es regnen auf alle, ob die ihn ehren oder verachten. Wie könnt ihr von Gott eine Belohnung erwarten, wenn ihr nur die liebt, die euch auch lieben? Sogar Betrüger lieben ihresgleichen. Was ist schon Besonderes daran wenn ihr nur zu euren Brüdern und Schwestern freundlich seid? Das tun auch die, die Gott nicht kennen. Nein, ihr sollt vollkommen sein, weil euer Vater im Himmel vollkommen ist.“ (Matth. 5,43-48)

*

Als mein Sohn begann, sich mit der Natur zu beschäftigen und auch vermehrt in die Natur ging, rief er mich eines Tages an und erzählte mir ganz begeistert, dass er unter einem Baum gesessen und plötzlich das Wesen der Liebe begriffen habe. Er hatte sich völlig eins gefühlt mit der gesamten Natur, die ihn umgab, ja, er fühlte sich eins mit dem gesamten Universum, und er bekam dabei das Gefühl, die gesamte Welt zu lieben.

Liebe bedeutet, diese Einheit, die wir in Wirklichkeit mit allem sind, was uns umgibt, zu spüren.

Liebe stellt keinerlei Bedingungen.

Liebe ist nicht nur auf Menschen beschränkt – sie ist All-umfassend.

Liebe ist – sie umgibt uns immer, wir müssen sie nur erfassen.

Liebe ist in der Lage, sehr starke Gefühle in uns hervorzurufen.

Viele Menschen, die von Liebe sprechen, meinen häufig damit die Gefühle, die die körperliche Anziehungskraft begleiten, die zwischen Mann- und Frau-Menschen entstehen kann. Diese Gefühle sind es, die dann umschlagen, wenn die Verbindung nicht mehr da ist und gegenseitige Enttäuschungen offenbar werden. Liebe schlägt niemals in Hass um, und ich gehe davon aus, dass diese Verbindungen nicht von wirklicher Liebe getragen waren, sondern ausschließlich von der körperlichen Anziehungskraft.

Liebe lässt uns alles mit anderen Augen sehen. Die meisten Menschen sehen heute in fast allem nur das Negative. Für liebende Menschen jedoch ist die Welt etwas Wunderbares. In unserer Gesellschaft wird das, was eine heile Welt zeigt, oft schlecht gemacht – warum nur? Damit die Menschen sich den destruktiven Kräften hingeben und ihnen die Liebe fehlt. Sie geben der Liebe keinen Raum mehr.

Wenn wir lieben, bekommt die gesamte Welt eine andere Färbung. Der Himmel, die Bäume, die Blumen sind genauso wie vorher, doch für uns selbst sieht plötzlich alles anders aus. Wir sehen nun alles mit anderen Augen und wir spüren alles intensiver: die Farben, die Düfte, die Schönheit der Natur. Wir genießen plötzlich mit allen Sinnen und alle Sinne haben eine gesteigerte Aufnahmefähigkeit.

Die wedische Zivilisation war einmal auf dem Wesen der Liebe aufgebaut. Alles war schön, verlockend und voller Süße.

Wie leben wir heute ? Die meisten Menschen leben ein Leben, in dem die Liebe nur sehr wenig Raum hat. Sie leben ein Leben Grau in Grau, ein Leben, das vom Gestank der Fabriken und Autos bestimmt wird und in dem der größte Teil des Tages durch Zwänge verplant ist. Dort wächst zwar auch die Liebe immer wieder hoch wie ein junges Pflänzchen, doch die meisten Menschen sind kaum noch in der Lage, dieses zarte Pflänzchen so zu hegen und zu pflegen, dass es wieder Raum erhält und bleiben kann. Wenn man dieses Pflänzchen nicht beachtet, dann trampelt man auf ihm herum, und es vergeht wieder.

Geben wir doch der Liebe wieder eine Chance und entlassen all die destruktiven Energien in uns und in unserer Umgebung und wenden uns der Welt mit den Augen der Liebe zu.

Bildquelle: Pinterest/etsy.com

wedisches Wissen

Prosa

Verfasst von

Herausfordernde Ereignisse im Leben eignen sich im besonderen Maße, um sich auf den Weg zu sich selbst auf-zu-machen. So war es bei mir vor 25 Jahren. Ich möchte all das nicht mehr missen, was ich erforscht, entdeckt und gefunden habe. Und jetzt, mitten auf dem Weg, eine tiefe Verbindung zu meinem wahren Sein habe. Mich selbst spüre und energetisch ausgleichen kann. Und so immer wieder oder länger in einen tiefen Frieden komme. Einfach bin ... und gleichzeitig zur bewußten Schöpferin meines Lebens werde !

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